Mach mal Pause!

Wer sich nach zwei Stunden harter Arbeit müde und erschöpft fühlt, darf sich nicht wundern. Denn: Der menschliche Körper ist nicht für „Dauerbetrieb“ gemacht, und auch das Gehirn kann nicht ununterbrochen Höchstleistungen vollbringen. Eine Lernpause ist dringend nötig.

Pausen sind Arbeitszeit!

Das klingt zwar komisch, ist aber wahr. Wer Körper und Geist in regelmäßigen Abständen kurze Pausen ermöglicht, fühlt sich frischer und ausgeruhter als jemand, der durcharbeitet. Signale dafür, dass eine Pause nötig ist, können sein:

  • Das Verlangen, sich zu recken und die Muskeln zu entspannen
  • Gähnen oder Seufzen
  • Appetit auf einen kleinen Imbiss oder etwas zu Trinken
  • Das Bedürfnis, zur Toilette zu gehen
  • Abschweifen der Gedanken.

Werden diese Signale nicht beachtet, schüttet der Körper bestimmte Stoffe aus, die es (vorerst) ermöglichen, auch ohne Pause weiterzuarbeiten. Geht dies jedoch eine längere Zeit so, stellt sich das Gefühl von Stress ein, die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nimmt ab.

Pausen nach der Uhr?

Ob eine Pause erholsam ist, hängt ganz besonders von ihrer Länge ab. Denn ist sie zu kurz, ist man danach nicht erholt. Ist sie dagegen zu lang, ist man nach der Pause „raus“ und hat keine Lust mehr weiterzuarbeiten.

Folgende Einteilung hat sich bewährt:

  • nach 10 Minuten: Unterbrechung (Dauer: 1 Minute)
  • nach 30 Minuten: Mini-Pause (Dauer: 5 Minuten)
  • nach 2 Stunden: Kaffee-Pause (Dauer: 15-20 Minuten)
  • nach 4 Stunden: Erholungs-Pause (Dauer 1-2 Stunden)

Wichtiger als die „Pause nach der Uhr“ ist allerdings, die entsprechenden Signale seines Körpers kennenzulernen und so einen individuellen Rhythmus von Arbeit und Erholung zu finden.

Zeit für eine Pause! Was nun?

Lernen ist „Kopfarbeit“, deswegen sollte in der Lernpause tunlichst keine weitere Kopfarbeit anstehen. Denn: Diese Tätigkeiten würden nur weiter anstrengen, statt für die notwendige Erholung zu sorgen. Erholsamer ist dagegen:

  • körperliche Bewegung
    Räkeln und Strecken, abwechselndes Anspannen und Entspannen der Arm- und Beinmuskulatur oder auf der Stelle laufen
  • frische Luft tanken
    das Arbeitszimmer durchlüften, sich an das geöffnete Fenster stellen oder einen kurzen Spaziergang an der frischen Luft machen
  • essen und trinken
    Wasser, Tee oder Apfelschorle trinken und frisches Obst und Gemüse essen, auf zuckerhaltige Getränke, Kekse oder Schokolade lieber verzichten.
  • Fantasiereise machen
    entspannt auf dem Boden liegen, die Augen schließen und sich eine angenehme Situation in all ihren Einzelheiten vorstellen.